Reiseblog Neuseeland, Rundreise Neuseeland, Reisebericht Neuseeland

Neuseeland

Das Paradies liegt am Ende der Welt

Auf meiner langen Liste der Länder, die ich unbedingt bereisen möchte, steht Neuseeland schon seit langem weit oben. Einmal an „das Ende der Welt“ reisen, wo gewaltige Fjordlandschaften, schneebedeckte Gipfel, spuckende Geysire, feinsandige Badestrände und erloschene Vulkane warten. Was mich davon abhielt? Das Ende der Welt liegt leider nicht um die Ecke. Rückblickend kann ich nun voller Überzeugung sagen, die lange Anreise wird tausendfach entlohnt! Die atemberaubende Landschaft Neuseelands und tägliche „Wow-Momente“ haben diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis für mich werden lassen.

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Ganz egal, ob Norden, Süden, Osten oder Westen, in Neuseeland gibt es unglaublich viel zu entdecken. Meine Reise beginnt auf der Nordinsel in der modernen und vielseitigen Metropole Auckland. Dort erwartet mich Multikulti -Flair, schicke Bars und Restaurants. Ich entdecke die Stadt auf ungewöhnliche Weise: Mit dem Wasserflugzeug! Den schönen Hafen mit den unzähligen Jachten und Segelbooten sowie der Hafenbrücke kann ich aus der Luft komplett überblicken. Unter anderem überfliege ich Aucklands jüngsten Vulkan Rangitoto, Weiheke Island, Motuihe Island und habe eine Zwischenlandung auf Rakino Island.

Nach einem kurzen Inlandsflug lande ich in Taupo am Lake Taupo. Der Kratersee ist bei einem Vulkanausbruch vor ca. 2.000 Jahren entstanden und gehört zu den größten Seen in Australasien. In und um den Lake Taupo kann man viel erleben. Die Aktivitäten reichen hier von Skydiving, Fallschirmsprüngen, Windsurfen, Parasailing, Jetski, Wasserski oder Kayaktouren bis zu Mountainbiking, Wanderungen, Fischen oder Erholung in Thermalbädern. Ich entscheide mich für eine Bootsfahrt, um die abgelegenen Buchten und Strände des Lake Taupos und die Felsmalereien des Maori Rock, welchen man nur zu Wasser erreichen kann, zu entdecken. Außerdem findet man sechs spektakuläre Golfplätze in der Region – mein Highlight: der Kinloch Golf Club. Am Ufer des Lake Taupos verlangen die 18 Löcher selbst dem erfahrensten Spieler einiges ab. Ich übernachte dort in der erst zwei Jahre alten Lodge at Kinloch. Hier genieße ich den Abend am Kamin meiner eigenen Villa, immer mit Blick auf die sattgrüne Naturkulisse vor meinem Fenster. Übrigens: Die Suiten verfügen über ein Schlafzimmer und bei den Villen kann man zwischen ein oder zwei Schlafzimmern wählen – perfekt für Familien!

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Dem Lake Taupo entspringt Neuseelands größter Fluss (100m breit!), der Waikato River. Ich folge seinem Verlauf mit dem Auto bis ich zu den berühmten Huka-Falls gelange. Hier führt der Fluss durch eine enge Felsschlucht und stürzt dann donnernd 10 Meter in die Tiefe! Entlang des Flusses bieten mehrere Aussichtspunkte verschiedene Blicke auf die Fluten und fantastische Möglichkeiten, um Fotos zu schießen.

Oberhalb der Wasserfälle liegt die luxuriöse Huka Lodge, ein geschmackvolles Landhaus im schottischen Stil mit 9 Cottages. Schon bei Ankunft bemerke ich die absolute Ruhe, die der fast 7 Hektar große Garten ausstrahlt. Die Highlights: das erstklassige Relais & Châteaux Restaurant und die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten (Fischen, Golfen, Segeln, Wandern, Jagen, Rafting, Reiten, Bungee-Springen… hier ist für jeden etwas dabei!).

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Maori Kultur, Thermalbäder & Vulkanlandschaft

Mein nächstes Ziel ist Rotorura, das geothermisches Herz Neuseelands. Durch seine Lage auf dem Pazifischen Feuerring ist die einzigartige Vulkanlandschaft von Rotorua ein geothermisches Wunderland, in dem Schlammbecken brodeln, Dampfwolken in der Luft liegen und zahllose natürliche heiße Quellen zum Baden einladen. Ich besuche dort Te Puia, um einen Einblicke in die Maori-Kultur und die Mythen und Legenden, die sich um das Thermaltal ranken, zu bekommen. Hier befinden sich auch die neuseeländischen Nationalschulen für Holzschnitzerei und Weberei, die dafür sorgen, dass das kulturelle Erbe der Maori nicht ausstirbt. Neben dem Einblick in die Maori Kultur ist in Rotorua der Besuch der aktiven Thermalbäder und des geothermischen Tals von Wai-O-Tapu ein Muss! Und nicht zuletzt kommt man von hier aus gut nach Hob­bi­ton, dem Dreh­ort von Der Herr der Rin­ge.

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Obwohl Neuseeland auf einer Landkarte recht klein aussieht, braucht man viel Zeit um alle Highlights zu erleben. Mit dem Auto benötigt man oftmals fast einen Tag um von Ort zu Ort zu kommen und so habe ich viele Inflandsflüge eingeplant. Mir kommt es vor wie Taxi fahren – ohne ewige Wartezeiten und langwierige Kontrollen. Von Rotorua fliege ich also an das südliche Ende der Nordinsel, nach Wellington. Die Hauptstadt Neuseelands hat den Charme einer Kleinstadt – mit dem Style einer Metropole. Es heißt, dass Wellington pro Kopf mehr Bars und Restaurants hat als New York. Und ja, tatsächlich finde ich an fast jeder Straßenecke Cafés, Bars und ausgezeichnete Restaurants! Ich verbringe die Nacht im Wharekauhau Country Estate, einer ehemaligen Schaffarm. Mit 2.000 Hektar Land, gehört Wharekauhau auch heute noch zu den größten Farmen Neuseelands! 12 Suiten gibt es in der exklusiven Lodge, umgeben von Wäldern, Seen, Bergen und einem fantastischen Blick auf die Palliser Bay.

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Von Wellington fliege ich auf die Südinsel nach Dunedin. Die Stadt ist schottischen Ursprungs, was sich vor allem durch die viktorianische Architektur und den zahlreichen Pubs bemerkbar macht. Nicht weit außerhalb der Stadt an der Küste, findet man Kolonien von Albatrossen, Seelöwen und seltenen Gelbaugenpinguinen. Ich fahre aus der Stadt raus, der Küste entlang bis nach Moeraki Boulders. Der Küstenabschnitt soll bekannt sein für seine kugelförmigen Felsen. Als ich dort ankomme, bin ich fasziniert, die Felsen liegen mystisch über dem Strand verteilt, als wären Sie gerade eben angespült worden. Ich lasse mir die Maori Legende erklären, welche besagt, dass die Steine vom großen Reisekanu Araiteuru an Land gespülte Flaschenkürbisse sind, als dieses vor hunderten Jahren vor Neuseeland Schiffbruch erlitt. Wissenschaftlich sind es tonnenschwere, vor Millionen von Jahren entstandene Gemische aus Schlamm, Lehm, Ton und Calcit. So oder so, wieder einmal überrascht mich Neuseeland mit seiner wundersamen Natur!

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Fjordland aus der Vogelperspektive

Am nächsten Tag fahre ich weiter nach Queenstown. Die Stadt liegt spektakulär am Lake Wakatipu am Fuße der Südlichen Alpen. Direkt am Lake Wakapitu liegt die luxuriöse Azur Lodge mit nur neun Villen. Jede einzelne Villa ist mit privater Terrasse und Whirlpool ausgestattet. Leider regnet es bei meiner Ankunft und so genieße ich anstatt Whirlpool den Ausblick durch die bodentiefen Panoramafenster meiner privaten Indoor Lounge.

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Hier könnte ich stundenlang verweilen aber bereits am nächsten Tage erwartet mich ein ganz besonderer Höhepunkt!  Eine Helikopter Tour über Fiordland! Über die Alpen fliegen wir bis zum Milford Sound. Doch es gibt so viel mehr als nur diesen gigantischen Fjord – die Landschaft des Fiordland Nationalparks protzt nur so mit spektakulären Ausblicken. Krönender Abschluss ist die Landung auf einem der schneebedeckten Gletscher.

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Nach dem spektakulären Tagesprogramm fahre ich zum Abendessen in die Matakauri Lodge. Das Boutique-Hotel mit nur elf Suiten strahlt eine Wohlfühlatmosphäre aus und ich fühle mich sofort wie Zuhause. Auch das Essen ist unfassbar gut – Küchenchef des Relais & Châteaux Restaurants, Jonathan Rogers, zaubert aus regionalen Produkten ein fantastisches Gourmetmenü. Einen besseren Abschluss meiner Reise hätte ich mir nicht wünschen können. Am nächsten Morgen geht es für mich schon wieder zurück nach Auckland, wo mein Rückflug auf mich wartet.

Rückblickend kann ich die einzigartige Landschaft Neuseelands kaum in Worte fassen. Ein Reiseziel das man nicht vergleichen kann, nicht vergleichen möchte und nicht vergleichen darf. Neuseeland lässt sich in keine Schublade stecken, denn das Land ist anders, vielseitig und immer wieder überraschend. Luxus definiert sich hier nicht über goldene Wasserhähne und gehobene Limousinen, sondern über die dichte der Schönheit, der spektakulären Natur und die Wow-Momente die man hier jeden Tag erlebt. Während meiner Reise hat mir nur eines gefehlt: Mehr Zeit! Eine einzige Reise reicht kaum aus um alles zu erleben und so steht für mich fest, ich werde definitiv zurückkommen!